Sonntag, 19. November 2017
Unsere Gemeinschaft

Unsere Gemeinschaft

Wir sind Menschen, die das Schicksal zusammengeführt hat und die miteinander gehen, sich begleiten und fördern, sich wertschätzen und ehren.

Unsere Biographien sind letztlich nicht wichtig, woher wir kommen, was wir gemacht haben, wo wir geboren sind, wer unsere Familie, wer unsere Freunde sind, unsere Berufe, wie unser Werdegang war. Wir sind zwar in einer christlichen Kultur sozialisiert worden, gehören aber keiner Kirche oder Vereinigung an oder sind Anhänger eines Glaubens. Wir sind auch nicht Schüler einer bestimmten Denkschule oder vertreten irgendeine dogmatische Lehre oder Ideologie. Von welchen Lehrern unser Denken und Handeln beeinflusst und geprägt ist, lässt sich auf diesen Seiten leicht erkennen und in der angegebenen Literatur prüfen. Neben diesen Quellen sind für uns die Psychologie C.G. Jungs und Wilhelm Reichs eine umfassende Grundlage des Verstehens.

Dass wir die sind, die wir sind, ist so gekommen. Viele Menschen haben uns begleitet, geführt und herausgefordert, Dank an sie alle. So wie es war, war es gut. Und dennoch hätte alles genauso auch ganz anders sein können.

Bei dem was wir tun sind wir immer auch der Frage auf der Spur: Wer sind wir?

Wir sehen, dass wir nicht die Summe oder das Ergebnis unserer lebensgeschichtlichen Erfahrungen, auch nicht unserer Gefühle, Gedanken und Komplexe sind, sondern Wesen, die sich vor allem im Gegenüber erkennen, die in der Begegnung mit sich selbst und mit dem Anderen ganz werden, von Moment zu Moment neu. Wir sind Wesen, die das Leben ganz auskosten, sich ihm ganz öffnen und anvertrauen möchten und die dabei mit ihren Ängsten, Schmerzen, Konditionierungen und ihrer Einsamkeit konfrontiert und mit Freude, Schönheit und Lebendigkeit beschenkt werden.

Wir richten unser Leben aus, mit der festen Absicht, nicht nachzulassen im Vertrauen, nicht aufzuhören im Hinschauen, nicht müde zu werden im Stillsein.

Selbsterkenntnis ist für uns allerdings kein Selbstzweck, sondern unbedingte Voraussetzung für ein friedliches und freudiges Miteinander im Einklang mit uns und der Natur. Ohne Selbsterkenntnis wird unsere Welt zugrunde gehen. Zukünftig, und da stimmen wir Robert Stein-Holzheim zu, wird wichtiger als die Frage nach dem Wer bin ich, diese sein: Wie wollen wir sein? Im Blick auf unser allumfassendes Verwobensein mit der Natur und allem was uns umgibt, wandelt diese Frage ein banales „Alles ist eins“ in ein tiefes wahrhaftiges Erleben.