Sonntag, 19. November 2017
Arbeit am Tonfeld

Arbeit am Tonfeld

Das Tonfeld ist ein flacher Holzkasten, der mit einfachem Töpferton ausgestrichen ist. Dazu gehört eine Schale mit Wasser und ein Begleiter, der den am Tonfeld Arbeitenden in seinem Tun wahrnimmt und Zeuge wird für sein Schaffen und Wirken. Der Schaffende wird mit wenigen Worten an das Tonfeld herangeführt und aufgefordert es mit geschlossenen Augen zu erkunden.

So bestechend einfach dieses Setting und so banal für manchen das Herumkneten in Ton erscheinen mag, so tiefgreifend und berührend im wahrsten Sinne der Worte sind die Erfahrungen, die dabei gemacht und die Fragen, die dabei aufgeworfen werden.

Es geht um nichts geringeres als um den Individuationsprozess des Selbst. Wie geschieht es, das Ganzwerden, das ganz eigene werden?

Die Arbeit am Tonfeld ist nicht symptom-, sondern entwicklungsorientiert. Wir arbeiten nicht an Problemen oder Krisen, sondern stellen die Möglichkeit frei, über die eigene Bewegung neue Antworten und Lösungen zu finden. Weisheit und Heilungspotential liegen in den eigenen vielleicht noch verborgenen Ressourcen. Über das händische Tun werden die Dinge begreifbarer, vielleicht auch händelbarer.

Die Arbeit am Tonfeld wird seit 1972 von Heinz Deuser entwickelt und gilt mitlerweile als bewährte Methode zur Entwicklungsförderung. Ich habe die Ausbildung zum Tonfeldbegleiter bei ihm im Rahmen meines Studiums genossen.

Für wen ist die Tonfeldarbeit hilfreich?

Für Erwachsene u.a. bei:

  • Sinn- und Lebenskrisen, Bewältigung von Umbruchsituationen
  • Blockaden, (sozialen) Ängsten, Traumabewältigung
  • Überforderungen, Stress, Ausgebranntheit, Burnout
  • mangelnde Vitalität, Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit
  • mangelndem Selbst-Vertrauen
  • erstarrten Lebensprozessen
  • Beziehungs- und/oder Bindungsstörungen
  • dem Wunsch nach Selbsterkenntnis und Selbstentwicklung

Für Kinder und Jugendliche u.a. bei:

  • auffälligem Sozialverhalten
  • Bettnässen
  • Konzentrations- und/oder Lernwierigkeiten
  • mangeldem Selbstwertgefühl
  • übertriebener Schüchternheit
  • Antriebsschwäche oder Motivationslosigkeit
  • mangelnder Fantasie
  • dem Wunsch nach Entwicklungsförderung

Eine Tonfeldsitzung dauert ca 60 Minuten, inkl. Vorgespräch und Nachbesprechung. Die Erfahrung zeigt, dass ein Zyklus von 10 Sitzungen (eine Sitzung pro Woche) angeraten ist, aber auch meist ausreicht, um Entwicklungsanstöße zu bieten.

Dein Beitrag für eine Sitzung: 55.- Euro. In Einzelfällen sind Ermäßigungen oder Tauschleistungen möglich.

Termine nach Vereinbarung

Noch ein Hinweis: Meine KlientInnen tragen für sich selbst die volle Verantwortung. Eltern tragen die Verantwortung für ihre Kinder. Dieses Angebot ersetzt keine ärztliche und/oder psychotherapeutische Behandlung.