Montag, 10. Dezember 2018

Therapeutische Angebote

Hier findest du Angebote, die ich, Eckhard als Heilpraktiker für Psychotherapie und staatlich annerkannter Diplom Kunsttherapeut (FH) anbiete.

Was verstehe ich unter Therapie? Keine Definition – eine Annäherung

Sich selbst erkennen

Nach innen lauschen

Wenn ich nach innen lausche und schaue und mit allem in mir achtsam bin, dann gehe ich den ersten Schritt zur Selbsterkenntnis. Ich beginne nach und nach zu unterscheiden, wo ich nur schablonenhaft nach meinen Konditionierungen und Gewohnheiten lebe und wo mein wirklich Ureigenes aufzublühen beginnt.
Gewohnheiten und Anpassungen an äußere Erwartungen und Normen gaukeln mir immer wieder ein Gefühl der Sicherheit vor. Doch diese Sicherheit erkaufe ich für den Preis meiner Lebendigkeit und meiner authentischen Einzigartigkeit.

Sehen, Fühlen, Anschauen

Beginne ich diese Verkrustungen anzuschauen, begegnet mir zunächst vor allem Angst und Unsicherheit. Nehme ich die Angst als meinen Verbündeten, führt sie mich gerade dorthin, wo es gilt hinzuschauen, wo die erste Herausforderung für mich liegt.

Den eigenen Schatten wahr-nehmen

Beziehungen zu anderen Menschen und insbesondere die therapeutische Beziehung ermöglichen vielleicht die wichtigsten und tiefgreifendsten Erkenntnisse über mich selbst. Im Gegenüber begegne ich immer zu allererst mir selbst und vor allem meinen dunklen verborgenen Schattenbereichen.

Es geht nun nicht darum etwas zu tun. Vielmehr möchte etwas gesehen und eben erkannt werden. Darf es denn gesehen sein, darf es denn auch gewürdigt sein, wird es zu einem Teil meiner selbst und kann gegebenenfalls auch losgelassen sein. Ich brauche gar nichts ändern – Ich lasse es zu.

Beziehung

Authentisch sein

Unsere Entwicklung vollzieht sich überwiegend in Beziehung. Die Beziehungen zu den Menschen, die zu mir kommen, wird maßgeblich davon bestimmt, inwieweit ich mir meiner selbst bewusst bin. Je klarer mein Bewusstsein ist, desto mehr Aufmerksamkeit kann ich auf mein Gegenüber richten. Je wacher ich dabei bin, desto authentischer werde ich in der Beziehung bleiben, ohne in Rollen abzugleiten, die beispielsweise durch die eigenen alten Muster und Konditionierungen geprägt sind.

Sich im Anderen erkennen

In der therapeutischen Beziehung sehe ich mich als jemand, der bereit ist über sich selbst zu lernen, im Spiegel, der mein Gegenüber für mich darstellt, mich selbst zu erkennen. Ebenso mache ich mich bereit, Spiegel zu sein und meinem Gegenüber es so zu ermöglichen, sich selbst zu erkennen. Es ist irgendwie ein Tanz. Die Harmonie der gemeinsamen Bewegung hängt davon ab, inwieweit sich die Tänzer auf die Bewegungen des anderen ausrichten können, wie wach sie dem Geschehen folgen, wie flexibel sie sind und wie einfühlsam sie auf den anderen eingehen können.

Gemeinsam ins Unbekannte

In meiner Arbeit verzichte ich auf Diagnosen und Beurteilungen. Ich sehe meine Aufgabe darin, Menschen eine Beziehung anzubieten, in der sie vertrauensvoll und selbstbestimmt nach Wegen suchen können, eigene Themen zu bearbeiten und sich damit auch gesehen fühlen. Dieses „den anderen anschauen“ ohne etwas damit zu tun, ist oft der erste Schlüssel zu einer heilsamen Entwicklung. Auch für mich ist es jedesmal ein Neues, Unbekanntes auf was ich mich gemeinsam mit meinem Gegenüber einlasse. Auf was ich mich in der therapeutischen Beziehung (wie in jeder anderen Beziehung) aber eigentlich einlasse und damit sie gelingt und heilsam sein kann auch einlassen muss, ist das Unbekannte in mir. Nur wenn ich bereit bin mich selbst anzuschauen und in meine eigenen Tiefen hinabzublicken, kann dies auch in gleichem Maße mein Gegenüber tun.

Wahrnehmung

Wahrnehmung braucht einen wachen Geist. Was wir gewöhnlich als Wahrnehmung bezeichnen, ist meist eine Mischung aus Beobachtung, Interpretationen und Beurteilungen. Wir sind es nicht gewohnt einfach wahrzunehmen, ebenso wie wir nicht gewohnt sind still zu sein. Wahrnehmung braucht Stille. Wenn ich etwas einfach nur beobachten kann, in diesem einen Augenblick, ohne Affekt, ohne Bewertung, ohne Interpretation, dann nehme ich wahr, dann erkenne ich das, was gerade wirklich wahr ist, weil meine Wahrnehmung nicht überlagert ist von Gedanken, Erinnerungen oder Vorurteilen. Und indem ich diesen Moment in aller Stille wahrnehme, finde ich Kontakt zur inneren Quelle meines Lebens.

Heilung

Was ist Heilung? Was geschieht in der Therapie? Was ist Gesundheit und was Krankheit?

So selbstverständlich wir Helfer und Therapeutinnen uns in unserem beruflichen Alltag um diese Fragen herum bewegen, so wenig haben wir sie schon einmal explizit focusiert. Meistens nämlich nehmen uns unsere Therapiesysteme, mit denen wir uns ausgestattet haben, die Antworten auf diese Fragen ab. Die Väter unserer Schulen haben sie uns vorgegeben.

Doch jedes Therapiesystem dient vor allem der Sicherheit derer, die in ihm agieren. Und jede Theorie und Diagnose die ich über einen anderen Menschen erstelle, schützt vor allem mich, vor dem Ungewissen, das dieser in mein Leben zu bringen im Begriff ist. Aber seine Geschichte steht in keinem Lehrbuch. Sie ist neu und einzigartig. Und so ist es meine Aufgabe, den sicheren Hafen der Systeme und Methoden zu verlassen, um mich ins offene Meer zu wagen.

Wenn wir ehrlich sind, finden wir auf die obigen und viele weitere sich daran anschließende Fragen eigentlich keine wirklich befriedigenden Antworten. Wir wissen einfach nicht was Krankheit, Gesundheit oder Heilung ist. Ist Gesundheit wirklich das höchste Gut des Menschen? Können wir gesund sein in einer kranken Welt, an die wir uns längst gewöhnt haben? Wie kann Geist, Seele und Körper gesunden, in einer Welt voller Gifte und Kriege, solcher, die in uns toben und jener, die wir dann stellvertretend mit anderen Menschen, anderen Völkern austragen?

Es sind verführerische Egospiele zu glauben, wir könnten aufgrund unseres Wissens oder durch eigene Kräfte heilen oder zumindest die durch uns hindurchströmende heilende Energie wirken lassen.

Heilung geschieht im Miteinander oder gar nicht

Peter Orban hat in einem Vortrag gesagt und das hat mich tief berührt: In der Therapie ist es nicht Aufgabe des Therapeuten beim Patienten Heilung zu erzielen. Seine Aufgabe ist vielmehr, sich um seinen eigenen Schatten zu kümmern, in dem er sich in eben die gleichen Abgründe begibt, in denen er sein Gegenüber sieht.

Getreu dem Glaubenssatz: „Es ist immer das Fällige, was mir zufällt, auf meinem Weg, mehr Wahrheit über mich herauszufinden“, kann ich einen Menschen, der bei mir Hilfe sucht als jemanden erkennen, der zu mir kommt, damit ich heil werden kann, der also genau mit dem Thema oder dem Problem zu mir kommt, was bei mir zur Bearbeitung ansteht. Gehe ich diesen, zweifelsohne schmerzlichen Weg der Selbsterkenntnis gemeinsam mit meinem Gegenüber, dann kann das Wunder geschehen, dass wir aneinander heilen. Dies ist nur in Beziehung möglich oder besser gesagt – dies ist Beziehung. Heilung geschieht im Miteinander oder gar nicht.

Die schwierige Entscheidung gesund zu sein

Und noch etwas, das habe ich bei August E. Hohler gefunden: Es ist eine schwierige Entscheidung gesund zu sein. Und wenn es stimmt, dass diese Entscheidung in unserer Seele fällt, dann kann es sein, dass ein gebrechlicher, alter Mensch oder einer, den wir so gern als behindert betrachten, der im Einklang mit sich, anderen Menschen und der Natur lebt, gesünder ist, als ein physisch topfiter, junger Mensch mit armen Geist und ausgetrockneter Seele. Die Symptome, die wir heute meist schon als die Krankheit betrachten, können zu unserer Heilung beitragen, wenn wir lernen die Signale unseres Körpers zu verstehen.